Google+ schnappt sich Google Places

Im Laufe des heutigen Tages hat Google+ ein neues Feature herausgebracht, nämlich die Funktion „Local“. Dabei geht es primär um die Integration des Google Produktes „Places“ in das soziale Netzwerk. Der Trend geht also weiter dahin, dass Google+ mehr und mehr die Schnittstelle der einzelnen Google Tools wird und an Bedeutung zunimmt.

Auf den jeweiligen Profilen von Google+ ist nun also ein neues Icon namens „Local“ zu finden. Neben lokalen Unternehmen in der näheren Umgebung sind somit auch viele andere Kategorien, wie zum Beispiel Restaurants und Kneipen, zu finden. Auch die Bewertungen der jeweiligen Orte, an denen man ein Interesse zeigt, können seit heute direkt über das soziale Netzwerk abgegeben und eingesehen werden.

Die wichtigsten Informationen zu Google+ Local hat das US-amerikanische Unternehmen in folgendem Video kurz zusammengefasst…

Für mich steht definitiv fest, dass die Änderungen von Google, sowohl das eigene Netzwerk pushen, als auch die oftmals öde und langweilig wirkenden Places-Seiten. Nicht nur die ansehnliche Darstellung der einzelnen Orte in Google+ ist ein positiver Aspekt. Auch die Tatsache, dass Google Places nun in einem Netzwerk integriert ist, wird sicherlich dazu führen, dass auf den statischen Einträgen mehr passieren wird.

Unternehmen, die bisher noch nicht allzu viel mit Social Media zu tun hatten, werden sich in Zukunft wohl oder übel Gedanken machen müssen, ob sie nicht einen weiteren Schritt in Richtung Multimedialität gehen sollten. Also Augen auf halten, denn es gibt schon lange nicht mehr nur noch Facebook.

Happy Birthday YouTube!

Wenn ich schon nichts über den Geburtstag und die Hochzeit von Mark Zuckerberg schreibe, dann sollte ich doch immerhin dem größten Internet-Videoportal der Welt gratulieren und ein paar Zeilen widmen: “Alles Gute zum Geburtstag YouTube!

Gestern feierte die Plattform mit dem Slogan “Broadcast Yourself” ihren siebten Geburtstag. Mit einem selbst kreierten Video hat YouTube nicht nur sich, sondern auch seinen Fans ein tolles Geschenk gemacht. Die im kalifornischen San Bruno sitzenden Nerds blicken in gut zwei Minuten auf die überaus erfolgreiche Geschichte des noch jungen Unternehmens zurück.

Natürlich durften in der Zusammenfassung bekannte und beeindruckende Videos nicht fehlen. Sowohl die phänomenale Rede von Barack Obama mit den legendären Worten Yes we can, als auch virale Kassenschlager wie Charly bit me (454 Millionen Views) oder David After Dentist (111 Millionen Views) konnten nicht außen vorgelassen werden.

Ich bin gespannt, wie sich YouTube in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird und freue mich auf eine Menge toller Videos, die mindestens genauso lustig wie auch faszinierend sind. Auf die nächsten sieben Jahre!

Crowdfunding: Ideen eine Chance geben

In letzter Zeit habe ich mich ein bisschen genauer mit dem Thema „Crowdfunding“ beschäftigt. Jetzt fragt sich der ein oder andere sicherlich, was der Begriff mit Viralität bzw. Social Media zu tun hat. Eine ganze Menge, aber dazu später mehr.

Zuerst möchte ich etwas näher auf die Begrifflichkeit eingehen. Dazu habe ich eine Definition von Wikipedia gewählt (auch wenn sich meine ehemaligen Dozenten aufgrund der Quellenwahl nun sicherlich die Haare raufen würden):

Crowdfunding verhilft also schlauen Köpfen dazu, ihre Idee auch tatsächlich umzusetzen und nicht gleich wieder begraben zu müssen. Vor allem Start-Ups profitieren von den vielen Internetnutzern, die sich freiwillig an einem Projekt beteiligen, sofern ihnen dieses zusagt.

Ein äußerst interessantes Crowdfunding-Projekt, das aktuell läuft, trägt den Titel „Capital C“. Sinn und Zweck dabei ist es, innerhalb einer bestimmten Zeit 80.000 US Dollar zu sammeln, um den weltweit ersten Dokumentarfilm über Crowdfunding zu drehen. Ja, richtig? Ein Film, der von Crowdfunding handelt und sich eben dadurch finanziert.

Bisher wurden für die Kampagne bereits mehr als 50.000 US Dollar gesammelt. Ob die Dokumentation tatsächlich gedreht wird, entscheidet sich allerdings erst in gut zwei Wochen. Bis dahin ist es weiterhin das oberste Ziel, auf das geplante Projekt aufmerksam zu machen und einen viralen Effekt zu erzielen, um möglichst viele freiwillige Investoren zu finden. Denn gerade beim Crowdfunding spielen Viralität und Social Media (als die dafür benötigten Plattformen) eine übergeordnete Rolle.

Der Kopf, der hinter „Capital C“ steckt, ist übrigens der Deutsche Timon Birkhofer. In einem Interview für den Crowdfunding-Spezialisten Seedmatch hatte ich die Möglichkeit Timon einige Fragen zu seinem Projekt zu stellen, was äußerst aufschlussreich war. Das gesamte Interview findet ihr hier:

Interview zu Capital C und Crowdfunding

Ich bin guter Dinge, dass die Kampagne auf der US-amerikanischen Plattform Kickstarter ihr Ziel erreicht und freue mich auf den Launch des weltweit ersten Films über Crowdfunding. Und wer weiß, vielleicht konnte ich mit dem Blogartikel und dem Interview den viralen Effekt sogar noch etwas in die Höhe treiben und dadurch den ein oder anderen Investor dazugewinnen.

Mehr zum Projekt findet Ihr unter www.kickstarter.com.

Facebook: Private Posts bewerben?

Es ist kein Geheimnis, dass Facebook sich momentan hauptsächlich durch Werbeanzeigen finanziert. Zugegeben, speziell zur Fangewinnung für Unternehmen, Marken und Produkte sind sie oftmals unumgänglich. Doch nun schießt das soziale Netzwerk den Vogel ab, denn in Zukunft soll es möglich sein, eigene Statusmeldungen durch Bezahlung hervorzuheben.

Ich meine damit nicht die bisher bekannten Page Post Ads, mit deren Hilfe Unternehmen vergangene Beiträge gezielt als Anzeige bewerben können, was durchaus Sinn macht, zum Beispiel bei bevorstehenden Veranstaltungen. Nein, ich meine Statusmeldungen, die von privaten Profilen, so genannten Freunden, gepostet werden.

So kann Herr Müller aus Buxtehude in Zukunft seinen Post “Die Pizza Funghi schmeckt mir heute aber gar nicht!” als “wichtige Nachricht” einstufen lassen. Das Markieren in eben diese Kategorie ist dann selbstverständlich mit Kosten verbunden, schließlich möchte sich Facebook gerne noch ein paar Cent dazu verdienen.

Aktuell wird die soeben beschriebene Option an einer kleinen Gruppe von Nutzern getestet. So zumindest ist es dem Blog techcrunch zu entnehmen. Hier wird auch nochmals beschrieben, dass die einzelnen “wichtigen Nachrichten” an höherer Stelle im Stream der Freunde angezeigt werden und letztendlich länger sichtbar sind.

Es ist sogar die Rede davon mit der “Highlight”-Option noch einen drauf zu setzen. Doch das ist alles Zukunftsmusik und es bleibt abzuwarten, ob man demnächst tatsächlich eigene Beiträge bewerben kann. Ich stehe der gesamten Aktion noch etwas skeptisch gegenüber, allerdings werden die klugen Köpfe aus Kalifornien sich sicherlich schon so einige Gedanken darüber gemacht haben.

Ich frage mich nur, ob es wirklich Personen gibt, die den Dienst aus rein privaten Gründen annehmen werden? Traurigerweise glaube die Antwort bereits zu kennen und hoffe nur, dass keiner meiner Freunde irgendwann mal mit einem (sinnlosen) Beitrag für längere Zeit ganz oben in meinem Stream auftaucht. Das gibt dann definitiv kein “Like” von mir.

“Invisible Mercedes”: Unsichtbar durch Hamburg

Vor gut drei Monaten war ich noch ganz begeistert von einer Augmented Reality Kampagne aus dem Hause Mercedes-Benz. Es scheint, als würde ich mich zu einem wahren Fan der Marke entwickeln, denn die Stuttgarter haben es mit “Invisible Mercedes” erneut ordentlich krachen lassen.

Das Video, welches die Einführung eines zukünftigen Brennstoffzellen-Autos bewirbt, hat bereits mehr als 9 Millionen Aufrufe auf YouTube. Anstatt den F-CELL auf einer Messe oder sonstigen Ausstellung zu bewerben, entschied sich Mercedes dafür, das Modell quer durch Hamburg fahren zu lassen. Durch eine Verkleidung aus zahlreichen LEDs war das Auto schier unsichtbar, was für große Aufmerksamkeit sorgte, sowohl auf der Straße als auch im Internet.

Hinter der viralen Aktion in Deutschlands zweitgrößter Stadt steckt, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal die Agentur Jung von Matt, die nicht das erste Mal mit Mercedes-Benz zusammengearbeitet hatte. Die Idee, das Unsichtbare sichtbar zu machen und dadurch auf das äußerst umweltbewusste Gefährt hinzuweisen, kam definitiv beim potenziellen Endverbraucher an.

Auch wenn die Kampagne mittlerweile schon mehr als zwei Monate auf dem Buckel hat, war es mir das Video wert, einen Artikel darüber zu veröffentlichen. Ein Dankeschön übrigens noch an @ElGrande86, da ich durch dessen Blogeintrag überhaupt erst auf “Invisible Mercedes” aufmerksam geworden bin.

Übrigens: Der F-CELL wird aller Voraussicht nach ab 2013 für deutsche Privatkunden erhältlich sein. Die LEDs müssten dann allerdings nachgerüstet werden, was sicherlich nicht ganz billig wird.

Google Streetview + Streetart = “Absolut Inspire”

Bei den Future Lions 2012 werden jährlich Studierende aufgefordert, eine Werbeidee für eine globale Marke zu entwickeln. Wirkliche Vorgaben gibt es dabei nicht. Die fünf besten Konzepte werden schließlich auf dem Cannes Lions International Festival of Creativity präsentiert.

Wer einen Future Lion in Cannes gewinnt, der sollte nach dem Studium wohl nicht allzu lange nach einem Berufseinstieg suchen müssen. Lange Rede, kurzer Sinn: Der eigentlich Grund für meinen heutigen Beitrag ist ein Video, das eben an diesem Wettbewerb teilnimmt und mich sehr beeindruckt hat.

So kreierten Iris Gavric und Daniel Otterbein die fiktive Kampagne “Absolut Inspire” für die schwedische Wodka- und Spirituosenmarke Absolut Vodka. Das Konzept kombiniert Google´s Street View und Streetart mit dem Ziel, eine neue Welt ohne jegliche kreative Einschränkungen zu schaffen.

Einen visuellen Einblick in das (hoffentlich erfolgreiche) Konzept liefert das folgende Video…

Wie stark die Konkurrenz bei den Future Lions 2012 ist, ist mir bisher noch nicht bekannt. Die Idee, die hinter “Absolut Inspire” steckt, finde ich trotzdem “absolut gut”, sodass ich mich freuen würde, wenn es die kreativen Köpfe hinter der Kampagne tatsächlich bis nach Cannes schaffen.

Viel Erfolg und ich drücke Euch die Daumen!

#rp12: Dabei sein ist alles? Stimmt!

Meine Twitter-Timeline quillt aufgrund eines bestimmten Hashtags seit nunmehr zwei Tagen über, auf Instagram werden reihenweise Fotos hochgeladen und sämtliche Blogs, die ich verfolge, stehen entweder zur Zeit komplett still oder handeln von einem einzigen Thema, nämlich der re:publica 2012 in Berlin.

via re-publica.de

Jetzt fragt Ihr Euch sicherlich, warum in meinen Tweets nur selten der Hashtag #rp12 auftaucht und ich genügend Freizeit habe, um zu bloggen, anstatt mit zahlreichen digitalen Nerds in Deutschlands Hauptstadt um die Häuser zu ziehen. Das liegt wohl daran, dass ich als einer der wenigen Social Media Enthusiasten nicht bei der re:publica vertreten bin.

Für all diejenigen, die nicht wissen, was es mit dem Event auf sich hat, hier eine kurze Erklärung, die ich der Webseite der Konferenz entnommen habe:

Vom 2. bis 4. Mai 2012 findet die re:publica zum sechsten Mal in Folge in ihrer Heimat Berlin statt. Was 2007 als „Klassentreffen“ von Bloggern, Internetaktivisten und Netzintellektuellen unter dem Motto „Leben im Netz“ mit 700 Teilnehmern begann, ist mittlerweile die größte Konferenz Deutschlands über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft herangewachsen.

Unter dem diesjährigen Motto ACT!ON reden zahlreiche bekannte (und weniger bekannte) Referenten über 200 Stunden, was das Zeug hält. Das Event verteilt sich auf drei Tage, was darauf schließen lässt, dass auch nach dem Ende des täglichen Programms weiterhin fleißig offline genetzwerkt wird. Woher ich das weiß? Twitter, Foursquare und Instagram haben es mir verraten.

Ich wünsche allen, die momentan bei der re:publica 2012 sind, noch eine Menge Spaß und freue mich auf interessante Blogbeiträge, die Ihr hoffentlich über das kommende Wochenende veröffentlichen werdet. Genießt den letzten Tag und vorab eine kleine Drohung bzw. ein persönlicher Vorsatz: Nächstes Jahr bin ich dabei!