Heute gibt es den vorerst letzten Blogpost von mir. Keine Angst, ich werde auch in Zukunft weiterhin fleißig Artikel über soziale Netzwerke und virale Effekte veröffentlichen. Allerdings geht es für mich ab heute eine Woche in den mehr oder weniger wohlverdienten Urlaub.
Auch wenn es für einen Social Media Manager und bekennenden Internetabhängigen etwas absurd ist, so habe ich mir fest vorgenommen, sieben Tage offline zu bleiben, um mal komplett abzuschalten. Da ich schon gar nicht mehr weiß, wann ich in den letzten Monaten oder vielleicht sogar Jahren einen Tag ohne Datenflut verbracht habe, wird es nun also höchste Zeit. Eine völlig neue Erfahrung.
Ich bin gespannt, wie es sein wird, nicht mehr ständig auf mein Smartphone schauen zu müssen, aus Angst, irgendwelche wichtigen Meldungen zu verpassen. Auch mein ach so geliebter Twitter-Account wird für 168 Stunden keine Tweets versenden. Ein befristeter Entzug sozusagen!?!
Zudem bin ich mir durchaus bewusst, dass die Anzahl der Nachrichten meines Google Readers und E-Mail-Postfachs unbekannte Ausmaße annehmen werden. Und dass mir wichtige Punkte bei Foursquare für das Einchecken an Orten, an denen ich bisher noch nicht war, entgehen, nehme ich ebenfalls in Kauf.
Das Jahr 2011 ist zu Ende und wie auch die Jahre zuvor ist eine Menge passiert. So gab es eine Vielzahl wunderschöner Momente, aber leider auch viele traurige. Was mich bewegte, möchte ich Euch gerne in meinem heutigen Jahresrückblick näher bringen.
Insgesamt gibt es für mich fünf Ereignisse aus diesem Jahr, die weltweit für großes Aufsehen gesorgt haben und auch mich persönlich ganz besonders gefesselt haben:
1. Atomkatastrophe in Japan
Die Bilder aus dem japanischen Fukushima zu Beginn des Jahres waren mehr als erschreckend. Ein durch ein Erdbeben verursachter Tsunami walzte einige Dörfer und Stadtteile platt, ohne jegliche Vorwarnungen.Hinzu kam, dass radioaktive Strahlen aus den Atomkraftwerken, insbesondere in Fukushima, austraten.
Mehrere tausend Menschen verloren bereits während der Katastrophe ihr Leben. Welchen Schaden Japan langfristig von der Tsunami- und Atomkatastrophe erleidet, wird sich sicherlich erst in ein paar Jahren bemerkbar machen. #erschreckend
2. Hungersnot in Somalia
In Somalia und weiteren Ländern in Zentralafrika brach aufgrund der schlimmsten Dürrezeit seit mehr als 20 Jahren eine Hungersnot in einem unbeschreiblichen Ausmaß aus. Zwar war die Welt bereit zu helfen, doch konnten viele Familien nicht erreicht werden und vegetierten dahin. Tut mir leid für diesen krassen Ausdruck, aber so ist es nun mal passiert.
Seitdem ich im vergangenen Jahr für ein halbes Jahr in Südafrika sein durfte, um dort HIV- und AIDS-Prävention mit der Organisation Africaid´s WhizzKids United zu betreiben, bin ich von dem Kontinent und seinen unglaublich netten Bewohnern fasziniert. Traurig macht mich aber das Verhalten der westlichen Länder, denn anstatt kontinuierlich zu spenden, wird den großen Problemen Afrikas lediglich bei schlimmen Katastrophen Beachtung geschenkt. #nachdenklich
3. Ein Unterfranke wird NBA-Champion
Ein besonders freudiges Ereignis war der Gewinn des NBA-Meistertitels von Dirk Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks. Natürlich wurden während der Playoffs kräftig die Daumen gedrückt. Wann ist denn sonst schon mal jemand aus der Heimat in einem NBA-Finale?
Bei der Begrüßung von Nowitzki in seiner Heimatstadt Würzburg durch ich daher nicht fehlen. So traf ich mich mit einem Studienkollegen, um den 2,13m-Riesen an der Residenz mit 10.000 anderen Basketballfreaks zu bejubeln. Schnell wurde mir bewusst, dass es kaum einen Sportler auf diesem Planeten gibt, dem man einen Sieg mehr gönnt.
Sympathisch, bodenständig und menschlich – Dirk Nowitzki ist mein Held 2011! #vorbildlich
4. Tod von Steve Jobs
Ein anderer Held, der in diesem Jahr leider von uns ging, ist Steve Jobs. Unvergessen ist seine Rede vor den Absolventen der Stanford University, wo er jungen Erwachsenen über sein Leben erzählte und diesen mit „Stay hungry! Stay foolish!“ eine wichtige Lebensweisheit mit auf den Weg gab.
Ein Visionär, der aus den ausweglosesten Situationen heraus, unglaubliche Erfolgsgeschichten produzierte. Dem Kampf gegen den Krebs konnte er jedoch nicht standhalten. Trotzdem wird uns Steve Jobs immer in Erinnerung bleiben, als Motivationskünstler, Erfinder und auch als einfacher Mensch. Danke Steve! #prägend
5. Flut in Thailand
Neben Südafrika bzw. dem gesamten afrikanischen Kontinent schiele ich auch immer mit einem Auge auf Thailand, wo ich bisher zweimal traumhaft schöne Rucksacktouren verbringen durfte. Das „Land des Lächelns“ hatte mich bei beiden Trips verzaubert.
Daher war es für mich umso erschreckender, die Bilder der Überschwemmung in Bangkok anzuschauen. Wassermassen, gegen die niemand etwas machen konnte, hatten sowohl die thailändische Metropole als auch andere Städte in Besitz genommen. Ein Millionenschaden und viele Obdachlose als Folge der Katastrophe.
Doch was war oftmals in den Gesichtern der Betroffenen zu sehen: Ein Lächeln! #optimistisch
Ein tolles Video, das das gesamte Jahr nochmals Revue passieren lässt und mit meinem momentanen Ohrwurm “Sooner or Later” von Matt Kearney hinterlegt ist, darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen.
Betrachtet man die Punkte, die ich am Anfang dieses Beitrags gepostet habe, dann hat es den Anschein, dass 2011 aus meiner Perspektive gesehen, alles andere als rosig war. Das stimmt so allerdings nicht. Ganz im Gegenteil sogar, denn mein persönliches Jahr 2011 war einfach großartig.
Nicht nur, dass ich im vergangenen März mein Sportmanagement-Studium in Salzgitter erfolgreich abgeschlossen habe und mich seitdem stolz Diplom-Kaufmann nennen darf. Nach einer etwas längeren Bewerbungspause zu Hause, die ich mit meinen besten Freunden und jeder Menge Basketball spielen verbracht habe, durfte ich Anfang Oktober auch endlich ins Berufsleben einsteigen.
Dabei hat es mich, wie ihr bereits wisst, ins schöne Offenburg zur vioma GmbH verschlagen, wo ich momentan als Social Media Manager tätig bin. Überaus nette Kollegen und eine Menge Spaß bei der Arbeit haben es einem sehr leicht gemacht, vom heimischen Franken ins landschaftlich ebenso schöne Baden am Rande des Schwarzwalds zu übersiedeln.
Neben weiteren tollen Momenten, wie zum Beispiel der Teilnahme an den BMW X3 Games in Genf und einem Nachtreffen mit südafrikanischen Freunden in München, war für mich ein Ereignis ganz besonders wichtig: So wurde ich Anfang November zum zweiten Mal Onkel, was mich sehr stolz macht.
Natürlich hoffe ich, dass auch ihr glücklich und zufrieden auf das abgelaufene Jahr zurückblicken könnt. Auch wenn einen gewisse Schicksalsschläge oder berufliche Niederlagen zu Boden reißen, so ist es wichtig, immer wieder aufzustehen. Man muss da einfach irgendwie durch. Keep on going!
Bevor ich jetzt aber zum Moralapostel werde, möchte ich Euch allen ein wunderschönes, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2012 wünschen!
Und vergesst nicht die Worte eines weisen Mannes, der einmal sagte: „Stay hungry! Stay foolish!“
Natürlich liegt es mir am Herzen, all meinen Lesern Frohe Weihnachten zu wünschen. So sitze ich gerade in meinem kleinen Wohnzimmer, esse weiße Schockolode und zerbreche mir den Kopf darüber, wie ich meine Grüße am besten an Euch richte.
Ein Weihnachtssong kommt immer gut an, doch fällt es mir momentan alles andere als leicht, einen aus den zahlreichen Hits auszuwählen. Wie wäre es mit “Last Christmas” von Wham oder dem Klassiker “Let It Snow” von Dean Martin? Mhhh…
Da ich heute etwas entscheidungsunfreudig bin, kam es mir in den Sinn, mich an meinem Lieblingsnetzwerk Twitter zu bedienen. Eine Frage in die Runde zu stellen, dauert mir allerdings zu lange. Daher bediene ich mich am Hashtag #bestchristmassong und nehme das Lied, welches zuerst drei Mal erwähnt wurde.
And the winner is…
Um ehrlich zu sein, hätte ich mir eigentlich einen schöneren Weihnachtsklassiker erhofft, mit dem ich Euch die besten Grüße überbringen kann.
Aber egal, Wettbewerbsverzerrung gibt nicht in diesem Blog und die Twitterwelt hat nunmal so entschieden. Von meiner Seite bleibt mir nur zu sagen:
Frohe Weihnachten und ein paar wunderschöne Feiertage!
Und nicht vergessen, auch an diejenigen zu denken, denen es momentan eher weniger gut geht.
Der heutige Blogpost widmet sich nicht den gewohnten Themen, sondern dreht sich voll und ganz um einen guten Zweck. Und zwar habe ich mich kürzlich auf der Plattform givengain.com registriert, um Spenden für Africaid´s WhizzKids United zu sammeln.
Wie es der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, war ich im vergangenen Jahr für sechs Monate im südafrikanischen Durban und habe dort für die Organisation Africaid´s WhizzKids United gearbeitet. Eine für mich wirklich unvergessliche Zeit.
Nun habe ich mir gedacht, ich könnte ganz nebenbei ein paar Euro bzw. Rand (= Währung in Südafrika) generieren, um die Organisation, die HIV- und AIDS-Aufklärung für Kinder in Townships anhand des Mediums Fußball betreibt, auch weiterhin zu unterstützen. Außerdem möchte ich die Macht des Social Webs ausreizen, um in Form von Blogs, Social Media und E-Mails Spenden zu sammeln.
Ich würde mich deshalb freuen, wenn Ihr mich bei meinem Projekt Blogging for Funds unterstützt, indem Ihr entweder selbst Euren Geldbeutel öffnet und ihn um ein wenig Kleingeld erleichtert oder Ihr mein Pilotprojekt auf den verschiedenen sozialen Netzwerken teilt und so auf die Aktion aufmerksam macht. Gerne könnt Ihr dabei den Hashtag #bloggingforfunds verwenden.
Weitere Informationen zum Spendenprojekt:
Projektende ist der 24.12.2011
Ziel sind (wahnsinnig optimistische) 500 Euro
Empfänger der Spende ist Africaid´s WhizzKids United
Damit Ihr auch wisst, was die Organisation Africaid tagtäglich für eine aufopfernde Leistung vollbringt und wie sie gegen Südafrikas größten Gegner, nämlich AIDS, vorgeht, gibt es hier noch ein kleines Video. Entstanden ist der Film vor ein paar Jahren als das Programm noch Fiffa Kids hieß.
Ich würde mich sehr über Eure Unterstützung freuen. Da ich selbst vor Ort war und sowohl die Organisation als auch deren Mitarbeiter bestens kenne, kann ich Euch versichern, dass das Geld in Durban bestens aufgehoben ist.
Im Voraus schon einmal vielen Dank Euch allen und nicht vergessen auf folgenden Link zu klicken: #bloggingforfunds.