Auf internetworld.de beziehungsweise über einen Hinweis von @schnuffelrutsch bin ich gestern auf den Artikel „Digitale Performance der Fußball-Vereine“ gestoßen. Dieser bezieht sich auf eine Studie von Deepblue Networks, welche die digitale Performance der Fußballvereine der ersten Bundesliga näher unter die Lupe nimmt, was mir selbstverständlich einen Tweet wert war.

Die Resonanz (oder doch lieber die Performance) des obigen Tweets zeigte mir, dass es durchaus sinnvoll ist, ein paar Zeilen über ein weiteres Digisport-Thema zu bloggen. Dabei ist zu erwähnen, dass bei der Studie der Hamburger Agentur neben den Online- auch die App-Auftritte der 18 Bundesligisten im Zeitraum vom 20. Dezember 2013 bis 19. Januar 2014 analysiert wurden.

Insgesamt konnte ein Fußballverein 75 Punkte erreichen, die sich auf 15 verschiedene Kategorien aufteilten, wie ein Auszug aus der Fachzeitschrift SPONSORs zeigt, der auf btd.de veröffentlicht wurde:

SPONSORs - Digitaler Nachholbedarf

Ohne lange ausschweifen zu wollen, lassen sich die Ergebnisse im Allgemeinen wie folgt kurz und knapp zusammen fassen:

  • bei einem Großteil der Bundesliga-Vereine gibt es ein enormes Verbesserungspotenzial, was die allgemeinen Online-Auftritte betrifft
  • eine Differenzierung zwischen den Inhalten der Website und einzelner Social-Media-Kanäle ist eher selten bis gar nicht der Fall
  • klare Konzepte, verbunden mit ausreichend Erfahrung der Mitarbeiter im Online-Bereich, sind meist Mangelware
  • fehlende Usability und Geratekompatibilität

Wirklich positiv kam der Großteil der 18 Bundesligisten in der Studie nicht davon. Doch laut der von Deepblue Networks aufgestellten Rangliste gibt es eine Anzahl von Fußballvereinen, die ihre Sache im World Wide Web dennoch außerordentlich gut und überlegt machen.

Hier die Top 5 „Digital-Performance der Bundesliga-Clubs“:

  1. FC Bayern München (63 Punkte)
  2. Borussia Dortmund (45)
  3. FC Schalke 04 (45)
  4. Hamburger SV (40)
  5. Werder Bremen (38)

Wie auch in der realen Tabelle ist der FC Bayern die unangefochtene Nummer eins. Kein Wunder, denn die Münchner legen seit einigen Monaten großen Wert auf eine gelungene Außendarstellung im World Wide Web. So lässt sich mit täglich zwei geposteten Videos auf YouTube zum Beispiel erkennen, dass das Internet für den FCB weitaus mehr als die Pflege einer Website und dem Veröffentlichen von Beiträgen auf Facebook ist.

Auch wenn die monetären Mittel des deutschen Rekordmeisters genügend Freiraum für ein gut durchdachtes Konzept hinsichtlich der Online-Präsenzen bieten und Umsetzungen durch so genannte Experten ohne große Überlegungen durchgeführt werden können, sollten Vereine wie die TSG 1899 Hoffenheim, der SC Freiburg und der FC Augsburg ihre Auftritte im Netz optimieren oder diese zumindest überdenken. Denn eben diese drei Vereine sind es, die sich auf den digitalen Abstiegsplätzen wiederfinden.

Einen lesenswerten Einblick in die Studie der Hamburger Kommunikationsagentur findet Ihr in einem Auszug von SPONSORs unter http://bit.ly/1he8hdq.

Die digitale Performance der Fußball-Bundesligisten
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