Während ich am Flughafen sitze und die ersten Zeilen meines Resümees zur diesjährigen re:publica tippe, werden just in diesem Moment die letzten Worte der Veranstalter und Gründer Johnny und Tanja Häusler, Andreas Gebhard sowie Markus Beckedahl gesprochen. Andere bereiten sich bereits auf die bevorstehende und sicherlich wieder legendär werdende Abschlussparty vor. Ich jedoch befinde mich am Flughafen Tegel und blicke trotz meines früheren Abgangs mit einem Lächeln im Gesicht auf drei wunderbare Tage zurück.

republica 2014 in Berlin

Nicht alles war überragend

Wie auch schon im vergangenen Jahr sind es die schönen Dinge, die überwiegen. Um nicht in fanatische Lobhudelei verfallen zu wollen, möchte ich ein paar Dinge nennen, die besser hätten laufen können oder bei der re:publica 2013 vielleicht auch einfach besser waren. So fand ich trotz des tollen Mottos “Into the Wild“ die Aufmachung auf dem gesamten Gelände nicht so imposant wie es noch im letzten Jahr mit den aufwändig aufgebauten Pappschachteln und der tollen Blautöne im CI der Fall war. Auch die Eröffnung war trotz der symapthischen Macher eher unspektakulär.

Auf Grund der steigenden Besucherzahlen und der stickigen Luft litt man bei einigen Sessions unter chronischer Müdigkeit, welche sich in einem wahren Gähnmarathon äußerte. Beliebte Vorträge mussten oftmals gar im Stehen betrachtet werden, obgleich damit nicht gewährleistet war, auch tatsächlich ein freies Blickfeld auf die Präsentation zu haben. Bei einigen Sessions mussten zudem Kopfhörer getragen werden, was nicht weiter schlimm war. Eigentlich war das sogar ziemlich cool, hätten die technischen Hilfsmittel während einer Session nicht urplötzlich den Geist aufgegeben. Ziemlich ärgerlich, aber ich bin da ja nicht so.

Warum die re:publica eine Reise wert war

Die letzten Zeilen mögen sich sehr negativ anhören. Fest steht aber, dass die #rp14 wieder einmal genial war. Fast schon unübertreffbar, aber das dachte ich nach der letztjährigen Veranstaltung auch schon, weshalb das Vokabular von nun an aus dem aktuellen Blogpost gestrichen wird. Die zahlreichen positiven Punkte möchte ich Euch aber dennoch nicht vorenthalten und auf Grund ihrer Vielzahl komprimiert in Form einer Aufzählung darstellen:

  • durch die Bank weg überdurchschnittlich gute Sessions, vor allem von The Yes Men (frech und erfrischend lustig), Sascha Lobo (wie immer provokant auffordernd), Johnny Häusler mit LeFloid , Fräulein Chaos und Mr. Trashback (sehenswert und dynamisch) sowie Lorenzo Tural Osorio (jung und beeindruckend)
  • aufgeschlossene und nette Teilnehmer: “Offline-Netzwerken leicht gemacht“
  • die Erkenntnis gewonnen, dass ich nicht der einzige Kaba-Trinker bin und meine Frisur stark im Kommen zu sein scheint
  • weniger besuchte Sessions als 2013, dafür aber weitaus mehr tiefsinnige und interessante Gespräche
  • mit David Hasselhoff einen Star meiner Kindheit gesehen und Ansätze des Welthits “Looking for Freedom“ live gehört, auch wenn die Session selbst eher gehaltlos war
  • weltklasse Feiern mit guten Bands und DJs, obwohl es noch einige Feierbiester hätten mehr sein können
  • kulinarische Genüsse in Form von Mehlwürmern und Heuschrecken, nicht zu vergessen der obligatorische Döner vorm ins Bett gehen
  • neue Ideen für diverse Blogprojekte
  • Freibier von einigen Ausstellern, auch ohne vorausgesetzten Tweet
  • das internationale Ironblogger-Treffen mit Bloggern aus ganz Deutschland und der Schweiz

 

… und nun zum Fazit

Ich bin platt! Die drei plumpen und fast schon Mitleid erregenden Worte sollen nicht mein Fazit sein. Sie machen aber deutlich, wie anstrengend die vergangenen Tage doch waren, sowohl während der Sessions als auch beim Feiern bis in die Nacht hinein. Außerdem neigt sich meine Schreiblust dem Ende entgegen.

Bevor mir jetzt aber endgültig die Augen zufallen und mein Flieger Richtung Süden abhebt, möchte ich noch kurz ein großes Dankeschön für tolles Netzwerken, äußerst nette und interessante Gesprächspartner sowie eine super Organisation der Veranstalter aussprechen. Es war mir eine Freude dabei sein zu dürfen und ich fiebere schon jetzt dem kommenden Jahr entgegen. “Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“ oder wie war das?

Das Flugzeug hebt gleich ab und mein Artikel ist fertig. Ein letzter Blick aus dem Fenster. Tschüss Berlin!

re:publica 2014: Das war’s!
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