Schönwetterblogger: Mit Klemmbrett an den Badesee

VonDaniel Schöberl

Schönwetterblogger: Mit Klemmbrett an den Badesee

Bei 30 Grad vor dem flimmernden Bildschirm zu sitzen und beobachten, wie ein Schweißtropfen nach dem anderen von der Stirn auf die Tastatur tropft, ist nicht gerade prickelnd. Auch die Motivation lässt bei enormer Hitze oftmals zu wünschen übrig. Warum also nicht einfach mal in der freien Natur am nahegelegenen Badesee bloggen?

Schönwetterblogger am Badesee

An wichtigen Utensilien zum Bloggen im Freien braucht es nicht viel. Ein funktionierender Kugelschreiber, ein Klemmbrett und Hintergrundinfos zum jeweiligen Thema in ausgedruckter Form reichen völlig aus. Wer den Stift auch mal zur Seite legen möchte, um abzuschalten, sollte bei brachialer Sonneneinstrahlung unbedingt eine Badehose, literweise Getränke und ausreichend Sonnencreme parat haben. Um Neid erzeugende Bilder auf Instagram hochzuladen, ist das im Umkreis von nicht mehr als 1,50 Meter entfernt liegende Smartphone ebenfalls unverzichtbar.

Die Vor- und Nachteile des Offline-Bloggens

Die Sonne genießen, dem Bildschirm entfliehen und Pausen im kühlen Nass sind sicherlich nur wenige der zahlreichen Vorteile, die das Kreieren eines Artikels fernab von Festplatten, Routern und Plastikmäusen mit sich bringt. Ich selbst sehe das Notieren diverser Zeichenketten in der Freiheit auch als eine gute Möglichkeit, um den strengen Sanktionen der IronBlogger zu entfliehen und somit hohe Kosten für Kaltgetränke zu vermeiden. Zumindest gibt es trotz großer Motivationsprobleme aufgrund der hohen Temperaturen keinerlei Ausreden mehr für wöchentlich fehlende Beiträge.

Offline-Bloggen am Badesee

Schattenseiten des Offline-Bloggens gibt es leider ebenfalls zur Genüge, auch wenn man dies nur schwer wahrhaben möchte. Egal, ob nervende Ameisen, die ständige Gefahr eines schmerzhaften Sonnenbrandes oder der hohe Zeitaufwand durch das handschriftliche Texten – die Liste ist schier unendlich. Zudem möchte wohl kaum jemand mit einem Schönwetterblogger den Nachmittag am Badesee verbringen, der durchweg auf sein tolles Klemmbrett starrt, um Informationen für sein digitales Medium bereitzustellen. Sudoku-Fans mal ausgenommen.

Bloggen mit dem Klemmbrett ist nicht jedermanns Sache

Dennoch kann ich es empfehlen, es sich nach dem Feierabend an der frischen Luft gemütlich zu machen und sich zumindest ein paar wenige Notizen für den nächsten Blogpost aufzuschreiben. Ich für meinen Teil empfand es als eine gelungene Abwechslung, obgleich ich dieses Vorgehen in Zukunft nicht oder nur selten fortführen werde. Schließlich ist mir die Zeit des Nichtstuns nach einem anstrengenden Arbeitstag am Badesee dann doch zu kostbar.

Ach ja, während ich diesen Beitrag abtippe, hat sich dann doch noch der ein oder andere Schweißtropfen auf die Tastatur verirrt. Hätte ich das nur vorher gewusst…

Über den Autor

Daniel Schöberl administrator

1 Kommentar bisher

Ein paar Gedanken zur Spontaneität beim ReisenEingestellt am3:54 pm - Apr 29, 2015

[…] was ich abschließend zu diesem Beitrag noch erwähnen möchte, ist, dass ich das Offline-Bloggen nur wärmstens empfehlen kann, auch wenn es mir gerade so vorkommt, dass die Sonnenstrahlen mein […]

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