#Schweinigate: Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb!

VonDaniel Schöberl

#Schweinigate: Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb!

In der Welt der etablierten Medien scheint es in Deutschland momentan ein riesiges Sommerloch zu geben. Nicht nur, dass in jüngster Vergangenheit die Feiern unserer Kicker über den Weltmeister-Titel von notorischen Spaßbremsen zunichte gemacht wurden. Selbst im wohlverdienten Urlaub müssen die Fußball-Stars Imagepflege betreiben. Die Print- und Online-Medien schrecken zur Zeit einfach vor nichts zurück und sind zwanghaft auf der Suche nach Traffic.

So gibt es nach dem übertrieben gepushten Gauchogate nun auch das Schweinigate, sozusagen die Fortsetzung auf Vereinsebene. Denn in einem Video, welches auf YouTube veröffentlicht wurde und seither im Social Web kursiert, singt Bastian Schweinsteiger das eigentliche „Ladi, ladi, ladi, ladi, oh – BVB 09“ in einer weniger jugendfreien Version. Diese dürfte allen Fußballfans durchaus bekannt sein.

Falls nicht, dann habe ich hier nochmal eine Version eines jungen Schalke-Fans mit dem gleichen Text, den Schweini zum Besten gegeben hatte.

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Sicherlich kein Kavaliersdelikt unseres WM-Helden, allerdings auch nicht so schlimm, um eine wahre Medien-Hetzjagd gegen den Vize-Kapitän der DFB-Elf zu beginnen. Um den Status eines Saubermanns zu wahren, reagierte Bastian Schweinsteiger mit einem Video aus dem Urlaub in Kroatien und entschuldigte sich bei den Dortmundern mit den folgenden Worten:

„Mit dem Schimpfwort möchte ich keinen beleidigen. Es liegt mir einfach sehr am Herzen, das hier zum Ausdruck zu bringen. […] Es war eine unglückliche Situation, ganz klar. Dafür möchte ich mich entschuldigen in Richtung Borussia Dortmund und ich hoffe die Fans werden das verstehen.“

Tolle Geste, wie ich finde. Prompt folgte darauf die Antwort von Kevin Großkreutz, die (sicherlich ohne Absprachen mit Schweini) großen Anklang bei der Netzgemeinde fand.

Beitrag von Kevin Großkreutz.

Auch Borussia Dortmund, der Verein von Großkreutz, ließ es sich nicht nehmen, ein paar Zeilen auf Facebook zur Thematik zu veröffentlichen.

Durch die obigen Antworten haben Großkreutz und der BVB nicht nur einen drohenden, durch die Medien geschürten, Shitstorm erfolgreich abgewendet, sondern auch die beiden Fanlager besänftigt. Ein für die Medien ach so bedeutendes Thema wurde gleichzeitig abgehakt und ins Niemandsland bugsiert.

Dass die größte Boulevardzeitung Deutschlands das Kapitel nochmals durch die Behauptung aufleben lassen wollte, Großkreutz sei beim Fangesang Schweinsteigers vor Ort gewesen, grenzt fast schon an Armseligkeit. Doch der Bayern-Star oder zumindest dessen Marketingagentur stellten sich auch dieser These in Form eines Posts auf Facebook.

Und da war es wieder, dieses Sommerloch.

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Daniel Schöberl administrator

3 Kommentare bisher

Über asoziale Medien und Fußballprofis wie Mike Frantzdanielschoeberl.comEingestellt am11:45 pm - Aug 14, 2014

[…] auf die richtige Nutzung der Plattformen und Fingerspitzengefühl an. Bestes Beispiel hierfür ist Schweinigate, bei dem nicht nur Bastian Schweinsteiger (im Nachhinein), sondern auch Kevin Großkreutz und der […]

Müller-Wohlfahrt weg? FC Hollywood wieder da?Eingestellt am10:14 pm - Apr 16, 2015

[…] Situation – mit einer CL-Niederlage im Rücken und einem großen Lazarett, bestehend aus Schweinsteiger, Ribery, Robben & […]

Müller-Wohlfahrt weg? FC Hollywood wieder da?Eingestellt am4:40 pm - Jul 1, 2017

[…] Situation – mit einer CL-Niederlage im Rücken und einem großen Lazarett, bestehend aus Schweinsteiger, Ribery, Robben & Co. – halte ich mich mit eigenen Interpretationen vorerst […]

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