Mein Senf zur Foursquare- und Swarm-Debatte

VonDaniel Schöberl

Mein Senf zur Foursquare- und Swarm-Debatte

Stirnrunzeln, ein genervtes Abwinken oder einfach nur ein Seufzer. Diese Reaktionen sind in den vergangenen Tagen keine Seltenheit gewesen, sofern man Freunden des digitalen Marketings die Begriffe Swarm und Foursquare an den Kopf warf. Viel zu viel Negatives wurde in letzter Zeit über die beiden Apps publiziert, und so richtig verstanden, welche Absicht Foursquare mit seiner Neuorientierung verfolgt, hat niemand.

Ungefähr 500.000 Foursquare-Nutzer soll es in Deutschland geben, wovon auch ich einer bin und in den vergangenen Jahren nicht nur mehr als 535 Mal virtuell eingecheckt habe, sondern mich neben den über 25 gesammelten Badges auch an netten Tools für Foursquare erfreuen durfte. Für mich war die App eine schöne Spielerei und zugleich eine Möglichkeit, um an wichtige Informationen von mir unbekannten Orten zu gelangen. Doch seit dem Frühling hat sich diesbezüglich so einiges geändert.

Anfang Mai hatte Foursquare bereits einen Strategiewechsel angekündigt, der im Social Web für große Aufruhr sorgte. Erstes Ergebnis war die Aufsplittung der ursprünglichen App in zwei Apps, nämlich Foursquare und Swarm. Selbst alteingesessene Digitalos hatten diesen Schritt nicht wirklich verstanden. Welchen Sinn sollte Swarm haben? Was passiert mit Foursquare? Welche App muss ich denn nun nutzen?

Aus der Macht der Gewohnheit heraus nutzten viele User weiterhin Foursquare, um an verschiedenen Orten einzuchecken und reichlich Punkte abzugreifen. Die neue App Swarm fand zwar Beachtung, einen wirklichen Hype verspürte sie nach dem Launch allerdings bis heute nicht. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass es seit dem 19. Juli nicht mehr möglich ist, auf Foursquare einzuchecken und somit eine Zwangsumsiedelung zu Swarm einzuleiten. War dieses Einchecken nicht immer das wichtigste Feature von Foursquare gewesen?

Ich muss zugeben, dass ich die neue Ausrichtung ziemlich kritisch sehe, doch damit bin ich wohl nicht der Einzige. Nicht nur auf Twitter gibt es unter dem Hashtag #swarm vornehmlich Negatives zur Umstellung zu lesen, sondern auch auf Google+, wie folgender Post von Sascha Pallenberg verdeutlicht:



Einige in meiner Twitter-Timeline waren über die Veränderung von Foursquare gar so sehr erbost, dass sie die App bereits installierten und dem orangenen Konterfei nicht den Hauch einer Chance gaben. Etwas übertrieben, wie ich finde, denn irgendetwas werden sich die Damen und Herren um Dennis Crowley bei ihrer neuen Ausrichtung schon gedacht haben.

Nicht nur, dass mögliche Änderungen bereits im Mai publik gemacht wurden, es wird auch höchste Zeit das standortbasierte Netzwerk endlich zu monetarisieren, weshalb ich das weitere Vorgehen mit Spannung verfolgen werde. Zudem scheint Swarm dem alten Foursquare immer ähnlicher zu werden, wie es heute bei allesfoursquare.de wunderbar nachzulesen war. Also doch wieder back to the roots?

Warten wir ab, was die nächsten Monate bringen werden. Eine Meldung zu Foursquare, die mir heute dann aber doch etwas übel aufgestoßen ist, war ein Tweet von Thorsten Beeck:

Schuld daran war nicht etwa die Nachricht, dass Foursquare ein neues Logo bekommen hat. Das spielte für mich keine allzu bedeutende Rolle. Vielmehr war es das Design des Logos, welches mich zu einer spontanen Äußerung bewegte, die mein Kollege Stefan Lamm schmunzelnd hingenommen hatte und sich gezwungen sah, den Ausdruck meiner Freude umgehend mit der Netzgemeinde zu teilen.

Über den Autor

Daniel Schöberl administrator

3 Kommentare bisher

Achim HeppEingestellt am10:49 am - Jul 24, 2014

Hey! Danke für die Verlinkung und eine sehr schöne erste Grafik oben, mit dem verärgerten Sticker. Und ansonsten auch ne gute Meinung und schön geschrieben.

Alles neu: Neujahrsputz, Neuausrichtung und neues JahrEingestellt am12:26 pm - Jan 2, 2015

[…] verscherzt hat es sich im vergangenen Jahr Foursquare. Aus dem standortbezogenen Netzwerk wurden kurzerhand zwei Apps gemacht, nämlich Foursquare und […]

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